Über Mich

Schulischer Lebenslauf

Als Kind war ich sehr gut in der Schule, so daß ich mich für die Begabtenförderung qualifizierte und in die „Russischsonderschule“ kam. Dort gab es intensiven Sprachunterricht und Abitur in der zehnten Klasse. Ich wollte viel Reisen und Stewardess werden.

Russischsonderschule, 3. Klasse, rechts neben der Klassenlehrerin

Ein Drittel der Zeit war ich krank, ein Drittel mit dem Orchester unterwegs, so daß meine Schulnoten schlecht wurden und ich wieder zurück in die „Normalschule“ ging. Mit dem städtischen Jugendblasorchester machten wir viele Auftritte im In- und Außland. Dabei trafen wir hunderte von anderen jungen Musikanten. Es war eine super Zeit.

Bild rechts, die Kleine mit dem großen Tenorhorn. Marsch zum 1. Mai, Tag der Arbeiterklasse.

Weil ich zu aufmüpfig war und niemals ein sozialistisches Kollektiv leiten würde und auch kein Junge war und mich nicht 25 Jahre als Offizier zur Armee melden konnte, durfte ich kein Abitur machen.

Unternehmerischer Lebenslauf, Kinderjahre

Mit zwölf Jahren habe ich selbst hergestellten Perlenschmuck an die Freundinnen meiner Mutter verkauft. Danach Haare für meine Schulkameraden geschnitten und uns das Friseurgeld geteilt. Ab dem 15. Lebensjahr habe ich Hosen genäht und verkauft, weil es in der DDR immer für mich zu kurze Hosen gab oder sie waren nicht modisch. Diesen Bedarf hatten auch Andere.

Lehre

Mein Traum war, Töpferin, Schneiderin (und dann zur Muppedshow nach Kanada), Uhrmacherin, Hutmacherin (und dann nach Paris).

Eine handwerkliche Lehrstelle gab es für mich nicht, so ging ich zur Ausbildung bei der Deutschen Reichsbahn, auf Empfehlung meines Vaters. Es war eine langweilige Zeit.


Im Kaufhaus am heutigen Ostbahnhof in Berlin, habe ich mit Bestechung meine erste eigene elektrische Nähmaschine, aus Rumänien, gekauft. So konnte ich Gürtel und Taschen nähen. Dafür musste mein gutaussehender Freund die Frauen in den Produktionslagern becircen, damit wir ,,unter der Hand,, Schnallen, Nieten und Druckknöpfe bekamen. Weil er meinen Exfreund bei der Republikflucht unterstützt hat, flog er aus der Berufsschule, weil er eigentlich Armeeflieger werden wollte und nun kein Abitur mit Berufsausbildung machen durfte. Dafür hat er mit einem Klapptisch auf den Haupteinkaufsstraßen der größeren Städte, wie Dresden oder Leipzig gestanden und meine Gürtel und Taschen verkauft. Uns wurde die Ware aus den Händen gerissen. Den größten Coup landeten wir, als wir der Jugendmodeabteilung des größten Einkaufszentrum in Dresden, in der Prager Straße, alle Gürtel, die in einen Trabbi passten, verkauft haben. Auf der Rücktour brach der Auspuff und wir mussten mit 20 km/h auf der holprigen Autobahn zurück zuckeln. Für das Borgen des Trabbis musste ich 20 Mark an meine ,,Schwiegermutter,, bezahlen.

Reich mit 18

In kürzester Zeit konnte ich mit 18 Jahren meinen ersten LADA für 35.000 Mark kaufen, während meine Mutter immer noch auf ihren Trabi wartete. Nebenbei gingen wir beide noch als Modemodel arbeiten, wobei ich dafür die Kostüme entwarf und nähte. Damit kam auch noch einmal ein hübsches Sümmchen zusammen.

Wir aßen in den feinsten Restaurants der Republik und schliefen in den besten Zimmern der Interhotels, in Städten wo wir vorher Gürtel verkauft hatten. Ich hatte meine Lehre als Verkehrskauffrau bei der Deutschen Reichsbahn beendet und bin sofort zum Staatstheater in Cottbus, als Requisiteuse gewechselt. Ich wollte unbedingt handwerklich arbeiten. Während der Vorstellungen durfte ich weiter Taschen und Gürtel nähen.

In guten Zeiten hatte ich drei Verkäufer und habe im Akkord Gürtel hergestellt.

Ich wollte so gern ein Haus im Spreewald kaufen aber einer 18- jährigen verkaufte leider keiner ein Haus. So verprassten wir das Geld.

Wendesuchen

Dann kam die Wende, ich war 20 Jahre alt, das heutige Staatstheater Cottbus wusste nicht, wie es finanzielle weiter gehen sollte, ich wollte weiterhin eine handwerkliche Ausbildung machen, uns stand die große Welt offen.

Beim Berliner Ensemble gab es einen berühmten Theaterplastiker, bei ihm hätte ich eine Ausbildung machen können, leider gab es keine Planstelle, ich wusste nicht wie ich es finanzieren sollte.

Eine Weile kauften wir im Großhandel in Westdeutschland noch Sachen ein, die wir dann auf dem Markt verkauften. Dann trennten wir uns und die Geschäfte gingen auch bergab.

Die Raumausstatterlehre beim Obermeister in Dortmund brach ich ab, weil er mir keinen Vertrag gab, außerdem musste ich in der Wohnung seines Sohnes wohnen, der sich umgebracht hatte und ich den dunkelbraunen 70- ger Jahre Stil nicht mehr ertrug und auch nicht ändern durfte.

Dann kam ich in meine Heimatstadt zurück und musst mich erst einmal beruflich orientieren. Das war die Zeit der ersten Love-Parade.

Ich lernte den Staatsanwalt von Cottbus bei einer Party kennen und er sagte mir, daß in seinem Büro noch Schreibkräfte gesucht werden. Er schrieb mir einen Zettel, daß ich angestellt werde, wenn ich Schreibmaschine schreiben kann. So bekam ich meinen ersten Computerkurs über das Arbeitsamt. Zusätzlich brachte ich mir noch Schreibmaschinen schreiben bei. Als ich das Großraumbüro dann sah, brach ich in Tränen aus, weil es so ein gräßlicher Ort war. Ich konnte dort nicht arbeiten.

Ein Westdeutscher Unternehmer gab mir den Rat, dass ich in einer Liste aufschreiben soll, was ich gut kann und gerne mache und was ich nicht gut kann und nicht mag. Also Pro & Contra- Liste.

So kam ich darauf, daß ich Außendientsverkäuferin werden könnte, das baucht man immer und ich kann damit viel Geld verdienen und es kam meiner Reiselust entgegen.

Außendienst

Ich startete bei einem Bekannten in einem Gastronomiegroßhandel als Außendienstverkäuferin für Gaststätten und Imbisse. Als er nach Curacau (bei Kuba) auswanderte, ging ich als Aussendienstverkäuferin zu einem Transportunternehmen. Dort wurde ich gekündigt, weil es wirtschaftliche Probleme wegen der polnischen Konkurrenz gab.

So bekam ich eine Ausbildung über das Arbeitsamt bezahlt: Fachkauffrau für Marketing und Vertrieb, dazu noch ein halbes Jahr Wirtschaftsenglisch und weil ich gerade dabei war, habe ich einen IHK Abschluss in Marketing gemacht, bei der Londoner IHK den Sprachabschluß. So hatte ich eine solide morderne Ausbildung. Mein Praktikum machte ich bei einer Marketingfirma in Berlin, wo ich eine Studie zum Thema Sojaprodukte erstellte.

Wie ich einen Job in Berlin finden konnte und wo ich wohnen sollte wusste ich nicht. (Internet gab es noch nicht), so ging ich in meine Heimatstadt zurück.

Eigentlich wollte ich nach Bayern gehen. Ich war die Armut in unserer Stadt leid. In der Süddeutschen Zeitung las ich eine Stellenanzeige von Dr. Martens Schuhe, die Aussendienstverkäufer für Westdeutschland suchten, dort bewarb ich mich, allerdings für Ostdeutschland. Ich wurde genommen und habe den Osten gerockt.

,,Auf in den Kampf", mit Musterschuhen zu Kunden, um Aufträge einzusammeln, damit die Produktion weiß, welche Modelle genäht werden sollen.

Ich war umsatzstark, weil ich meine Kunden unterstützt habe, daß sie erfolgreich wurden. Zwei Vertriebsleiter und zwei Geschäftsführer sah ich kommen und gehen, zum Schluss war ich vorübergehend Vertriebsleiter. Ich wollte aber Produktmanager weltweit werden. Das wurde abgelehnt mit der Begründung, dass ich kein BWL studiert habe.

Die Frauen vom Aussendienst bei Dr. Martens Air Wair GmbH, Zweite von rechts.

Dann bekam ich mit, daß meine unerfolgreicheren (Umsätze) männlichen Kollegen mehr verdienten als ich, mein Gebiet immer größer wurde, bei gleichbleibendem Gehalt und ich keinen Sinn mehr im Rumkutschen sah, so daß ich so lange nervte, bis ich gekündigt wurde.

Karriereknick

Von der Abfindung habe ich den Rohbau eines Hauses bezahlt. Ich wurde sesshaft, bekam ein Kind und pflanzte einen Aprikosenbaum. Weil man für ein Haus viel Holz braucht und unser Anspruch war, ohne Kredit zu bauen, mit ökologischen Baumaterialien, beschäftigte ich mich in der Schwangerschaft mit Mondphasenholz. So habe ich alles Holz für das Haus schlagen lassen, nach den Mondphasen und gleich daraus eine Firma gemacht.

Bei Saftruhe Einschlagen und gleich im Wald sägen.

Mit meiner erste erstellte Internetseite für Mondphasenholz, hatte viel Zulauf.  Ich konnte nicht so viel liefern, wie Bedarf da war. Einen Kredit für mehr Holzeinkauf, wollte ich nicht aufnehmen und ich stellte die Firma wieder ein. Dass Mondphasenholz funktioniert, sieht man an unserem Haus. Während ich schwanger war, Arbeitslosengeld bekam, ging langsam das Internet los. In der Zeit zu Hause, habe ich über einen analogen Anschluss, die ersten Aktien gekauft. Kurz vor dem Knall 2001 verkaufte ich sie und war wieder etwas reicher und klüger. Ohne Kredit und mit viel Eigenleistung wurde das Haus über zwei Jahre langsam fertig. Einen kleinen Kredit brauchte wir dann doch. Sehr schwer, wenn der Lebenspartner gerade seine Firma aufbaut, die Frau arbeitslos ist und gerade ein Kind bekommen hat.

Durchwursteln in einer mittelgroßen Stadt

Ich fand einen Job im öffentlichen Dienst beim neu gegründeten Jobcenter, wo ich Unternehmer zu Förderungen beriet. So wurde ich kreditwürdig und das Haus wurde fertig. Parallel dazu begann ich mein betriebswirtschaftliches Studium. Ich war für den öffentlichen Dienst zu schnell, so daß die Fördergelder schnell schmolzen, dann hatte ich am Vorgesetzten vorbei noch einen Optimierungsvorschlag beim Landrat gemacht, der auch umgesetzt wurde, damit hatte ich versch….

Nebenbei mache ich die Buchhaltung bei einem befreundeten Mittelständler. Wie unser Professer im Studium immer sagte:,, Hausbau ist Konsumverzicht,,. Bloß gut war ich an der Jobquelle, so daß ich zur Werkstatt für behinderte Menschen als Marketingfrau ging. Als ich mein Studium mit Zwei abschloß, gründete ich eine Firma. Einen Massagesalon, mit elektrischen Massageliegen und einen Raum für externe Masseure.

Ich dachte mir, daß viele Menschen Rückenschmerzen haben und die Massageliegen sehr gut dagegen wirken, ausserdem war die Anwendung auch noch kostengünstig. Ich vermarktete die Leistung der Masseure, da sie wenig Ahnung von Marketing haben und auch während der Behandlung nicht ans Telefon gehen können, machte die Buchhaltung, administrative Aufgaben, Messe,- und Pressearbeit, Kundenberatung, Gutschein-Shoperstellung, Google- Optimierung usw.. Durch den demografischen Wandel kamen immer weniger Kunden.


Ich optimierte, zog um, verbesserte die Ausgabenseiten, der Rückgang des Unternehmens war trotzdem nicht mehr aufzuhalten.Als ich mich vom Lebenspartner trennte und er keinen Unterhalt für das Kind zahlten wollte, wurde es finanziell immer schwieriger. Die älteren Kundininnen gingen in Rente und hatten zu wenig Geld oder keine Zeit, wegen der Enkel, die jüngeren Frauen wanderten ab. Nach 8 Jahren musste ich schweren Herzens mein Geschäft schließen. Vorher fragte ich noch alle Kunden, was sie arbeiten und wer dabei glücklich ist. Nur Einer war glücklich. Der ,,Wüstenrotmann". So kam ich zu Wüstenrot und machte eine IHK Ausbildung zur Vorsorgeberaterin, einen IHK Abschluss zur Immobilienfinanziererin und lernte viel über Geldanlagen. Als mir eine Stelle in Potsdam angeboten wurde, nahm ich es gern an. Ich beriet zu Geldanlagenmöglichkeiten, Versicherungen, machte Baufinanzierungen, Umfinanzierungen und Schuldnerberatung. Die Arbeit machte mir große Freude.

Seid 2007 habe ich mich immer im Bereich Internet weitergebildet. Der Absatz über das Internet hat sich erst ab 2004 langsam entwickelt. Die Möglichkeiten wurden ausgelotet. Da sich die Entwicklung so rasant beschleunigt, sah ich keinen Grund, dafür noch eine Ausbildung zu machen. Erst habe ich mir selbst beigebracht einen Shop zu erstellen. Danach kam die Optimierung, heute SEO genannt.

Die Feinheiten des Newslettervekaufs habe ich mir über die Softwareanbieter angeeignet. Im Internet herrschen andere Gesetze, als im B2B Verkauf im ,,wahren" Leben. Die Vernetztung der beiden Bereiche finde ich spannend und eine riesen Chance, auch für kleine Unternehmen.

Schnitt

Das ewige Sitzen im Büro, bei Kunden, im Auto machte mich krank. Mein Rücken machte höllische Schmerzen, so daß ich mich entschied zu kündigen. Da stand ich wieder einmal und musste nachdenken, was meine Stärken sind und wo ich mich mehr bewegen kann. Meine Kunden hatte mir oft gesagt, daß ich schwierigen Dinge leicht erklären kann und ich eine besondere Begabung für das Erklären von wirtschaftlichen Zusammenhängen habe. Durch die jahrelangen Auftritte mit einem Orchester, macht es mir auch nichts aus vor vielen Menschen zu sprechen. So wurde ich Dozentin für BWL und machte noch einen Abschluss als Ausbilderin.

Ich bekam Aufträge bei der Handwerkskammer und privaten Schulen und bei der TÜV Akademie. Dort bildere ich Existenzgründer aus und mein Herz sang. Mich macht es glücklich, Gründer zu unterstützten.


Zusätzlich zu dieser schönen Aufgabe, unterstütze ich Selbständige, die noch soziale Leistungen vom Jobcenter bekommen (zum Beispiel Wohngeld). Das Ziel ist, sie erfolgreicher zu machen und fehlendes Wissen im Bereich Wirtschaft, Steuern und Marketing anwendungsgenau zu verbessern, damit Sie erfolgreicher werden und keine Zusatzleistungen brauchen.

Über Videochat berate ich Kunden in Deutschland, die sich Selbständig machen wollen oder schon selbständig sind. Der Blick eines Anderen auf das eigene Unternehmen, bietet den Adlerblick, den man selbst manchmal nicht haben kann, wenn man im ,,Wald" steht. Auch fehlendes Wissen der Unternehmer fülle ich auf oder gebe Hinweise, wo dieses Wissen zu finden ist.

Ich helfe Unternehmern sehr gern und hoffe, daß wir uns bald kennen lernen.

Wichtige berufsbegleitende Fortbildungen:

  • Ausbildereignung nach AEVO (Handwerkskammer Potsdam, Meisterkurs)
  • Coaching Internet, Website, Internetmarketing
  • Vorsorgespezialist IHK (Zertifikat 2017)
  • Immobilienfinanzierer IHK (2016)
  • Investmentberatung (Zertifikat: 08/2015)
  • Schulung Versicherungen (Zertifikat 11/2014)
  • Finanzierungsberatung (Zertifikat: 10/2014)
  • Bausparen (Zertifikat: 08/2014)
  • Betriebswirtin VWA
  • Weiterbildung Datenschutz (2008)
  • Fortbildung Personalentwicklung (2006)
  • Existenzgründerlehrgang
  • Windows Access, Excel, Word, Powerpoint
  • Ausbildung Fachkauffrau für Marketing und Vertrieb
  • IHK Abschluss Marketingkauffrau
  • Business-Englisch 2. von 3. Stufe (Zertifikat der Londoner IHK 1996)
  • Englisch Intensivkurs; 9 Monate
  • Vertriebsleiterschulung
  • EDV Lehrgänge

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