Welches Wissen für die Selbständigkeit?

Welches Wissen für die Selbständigkeit?

Je gründlicher du dich vorbereitest, desdo langfristiger erfolgreich wirst du sein. Nicht Alles kann man vorher wissen, da erst das echte Tun, wirklich Erfahrungen bringt. Auch kann sich der Markt und das Umfeld wandelnd. Welches Wissen ist überhaupt das Wichtigste? Du wirst am Beginn Informationen sammeln müssen, sie abwägen auf Relevanz und auch verwerfen. Dann weißt du wenigstens, was du nicht willst oder was nicht geht. Du fischst erst mal mit einem weiten Netz und mit der Zeit werden die Maschen enger.

Als Selbständiger hast du es mit fünf Bereichen zu tun, die du erst einmal auch allein ausfüllen musst.

Marketingchef

Verkäufer/ Vertrieb

Produzent

Buchhalter

und der Chef von allen Anderen.

Genau das sind die Felder in denen du Informationen sammeln musst. Dafür brauchst du kein BWL Studium aber doch auf dein Wirtschaftsfeld anwendbare Informationen.

Hier ein Video dazu von mir:

Marketing: Vor der Gründung: Analysen: ausgehend von deinem Produkt oder Dienstleistung, musst du dein relevantes Umfeld genau unter die Lupe nehmen. Konkurrenz, was macht sie, was kann ich besser? Wer ist meine Zielgruppe? Wie alt, wieviel Einkommen? Welches Problem löse ich für die Zielgruppe (für die Kommunikation)? Sind genug Kunden vorhanden? Wie weit ist mein Radius? Welchen Preis würden die Kunden zahlen? Wo muss ich die Kunden für die Werbung abholen, also wo sind sie unterwegs (fb, YT, Zeitung…)? Welches Corporate Identity stellst du dir vor? Logo, Firmenkleidung, Impressum. Bis du in einem ,,blutigen Meer,, mit viel Konkurrenz oder in einem ,,bleuen Meer,,? Wie machst du dich bekannt? Welche Verpackung braucht dein Produkt?

Verkäufer/ Vertrieb/ Absatz/ Einkauf: kannst du verkaufen? Was bedeutet das Wort überhaupt? Du löst für den Kunden ein Problem, das musst du mit Worten umsetzen können. Kannst du Angebote schreiben? Wie muss so ein Angebot aussehen? Welche rechtlichen Grundlagen gibt es? Was gehört auf eine Rechnung? Brauchst du eine Kasse? Wie kann der Kunde bezahlen? In Raten, Bar, per Kreditkarte? Wie kommt die Ware zum Kunden? Wie kann er deine Dienstleistung bewerten, wie weiterempfehlen? Brauchst du Verkäufer? Angestellte oder Handelsvertreter? Wird deine Dienstleistung vermittelt? Welche Zusatzleistungen bietest du? Gibst du Rabatte? Wieviel Kunden planst du?

Produzent/ Dienstleister: Was muss dein Produkt können? Was erwartet der Kunde? Womit kannst du besser sein, als die Konkurrenz? Wieviel wir davon gekauft? Wie ist die Kalkulation? Gibt es Branchenübliche Vergleichszahlen? Willst du dich auf eine Lücke spezialisieren oder ein weites Angebot haben? Welche Bezugswege gibt es? Kannst du Rabatte aushandeln?

Buchhalter: Weißt du wie Buchhaltung geht? Machst du sie selber? Hast du einen Steuerberater? Verstehst du das Steuersystem? Wie teilst du das Geld ein? Hast du die Ausgaben und Einnahmen im Griff? Gibt es ein automatisches System für die Mahnung? Ab wieviel Umsatz kannst du dich ernähren? Welche Altersvorsorge willst du durchführen? Welche Tools gibt es um die Zahlen in Griff zu haben?

Chef/ Administrator: er steuert das Betriebsschiff wie ein Kapitän zum Ziel. Dabei hat er alle bereiche im Blick und weiß, wie er gefährliche Klippen umschifft. Kennst du Fördermittel? Willst du dich aus dem Eigenumsatz erweitern? Welche strategische Richtung schlägst du ein, wenn es mal schlechtere Zeiten gibt? Hier gehört auch der Bereich Mindset hinein. Denken wie ein Unternehmer. Verantwortung übernehmen, aus Sicht des Kunden denken, in den richtigen Bereich investieren, Netzwerke aufbauen. Er behält den Überblick über das Marktgeschehen und investiert in seine fünf Bereich regelmäßig.

Denke über jeden dieser Bereiche nach und schreibe dir ein Konzept. Je klarer es dir vor Augen ist, umso leichter wird dir die Umsetzung fallen.

Leider sind wir oft in unser Produkt/ Dienstleistung selbst verliebt, das ist auch richtig. Allerdings reden wir uns dann verbesserungswürdiges schön.

Ein extra Blog zum Thema Produkt: https://unternehmercoach.ffv-preussen.de/frontend/preview/5ec6a308a85872744a8b4567/

Deshalb gib dein Konzept auch jemand anderem zum Lesen, damit er prüfen kann, ob es stimmig ist, er es sich vorstellen kann oder noch Verbesserungsvorschläge bringt. Am besten jemandem mit Wirtschaftserfahrung.

Dieser Plan wird auch Businessplan genannt. Auf den Internetseiten jeder IHK kannst du ihn kostenlos herunterladen. Diese Zeitinvestition in dich, wird dir den Start und das Durchhalten erleichtern, weil du nicht mitten im Aufbau auch noch Grundlagen dazu lernen musst. Diese Zeit sollte vorher sein. Ich bevorzuge übrigens den Businessplan der IHK von München. Der Inhalt aller Businesspläne ist gleich, aber das Layout ist für mich am übersichtlichsten.

Du kannst ihn dir kostenlos herunterladen und anhand der Fragen und Exeltabellen, einen Businessplan schreiben. Wo du nicht weiter kommst, also die Frage nicht beantworten kannst, hast du noch eine Wissenslücke, die es zu schließen gilt. Das versuche ich mit meiner Seite und den Webinaren, die ich auf Udemy anbiete. Hier wirst du weitergeleitet zu den Olinie- Kursen. Wenn du dir einen Kurse ausgesucht hast und auf den Button drückst, wirst du zur Lernplattform weitergeleitet: https://unternehmercoach.ffv-preussen.de/online-training

2 Kommentare

  • sehr interessanter lebensweg - mit viel erfahrung in den verschiedensten bereichen - genau das brauchen wir. beste grüße ute herrmann - initiative: lokal (nebenan) kaufen - global denken - regionale wirtschaftskreisläufe entwickeln, stärken + kooperieren - ist unser credo - Lieferservice tagesfrischen Räucherfisch aus der regionalen Räucherfisch Manufaktur - an deine Haustür geliefert - zu fairen preisen - "Made with Love"
  • Vielen Dank für den Kommentar. Wer brauch mich? Wofür? Ich bin neugierig. Der Lieferservice für Räucherfisch ist auch interessant. Ich freu mich auf unseren Termin. Bis bald, Dörte Preuß

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